Wie wird ALS behandelt

Die Behandlung bei Amyotrophe Lateralsklerose basiert auf der Therapie.

ALS ist nicht heilbar und es gibt in Deutschland auch keine Medikamente, die diese Krankheit stoppen oder heilen können.

Die Symptome werden daher durch Therapien gelindert.

Medikamente:

Rilutek

Es ist das Medikament was bei ALS verschrieben wird. Rilutek ist ein Arzneimittel, das den Wirkstoff Riluzol enthält.

Riluzol ist ein Glutamat-Hemmstoff. In einer Studie von 1994 wurde eine lebensverlängernde Wirkung von 3 Monaten festgestellt.  Riluzol bremst allerdings nur das individuell Voranschreiten der Krankheit. Die Verschlechterung ist bei jedem Patienten unterschiedlich.

Rilutek kann ALS nicht heilen und auch verlorene Funktionen nicht wiederherstellen.

Logopädie

LogopädInnen behandeln Menschen jeden Alters mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen, die organisch, funktionell oder neurologisch erkrankt sind.

Die Ziele der Sprachtherapie besteht vor allem darin, die Funktionen so lange wir möglich zu erhalten und zu gegebener Zeit die Arbeit mit einem Sprachcomputer zu beginnen

Atemtherapie

Bei ALS wird im Laufe der Zeit die Lungenfunktion beeinträchtigt. Die Lungenfunktion sollte deshalb regelmäßig überprüft werden.

In der Atemtherapie wird der Atemimpuls und die Atemführung trainiert.

Weitere Punkte die auch trainiert werden sind:

- Schlucken mit speziellen Schlucktechniken

. Ess- und Trinkhilfen

- die Gesichts-, Kau- und Mundmuskeln

Eventuell kann auch eine zeitliche oder dauerhafte Heimbeatmung erfolgen. Die Beatmung kann das Wohlbefinden und die Lebensqualität steigern.  In den meisten Fällen wird sie hauptsächlich nachts angewendet, um die Muskulatur zu entlasten und zu entspannen.

 

Physiotherapie

Die Physiotherapie hat eine besondere Bedeutung bei der ALS.

Natürlich ist es bei der ALS nicht möglich Bewegungsfunktionen zu erhalten und zu verbessern, aber es können Lähmungen und Spastiken etwas raus gezögert werden. 

Die Kernprobleme bei der Arbeit nach dem Bobath-Konzept sind die zentral bedingte teilweise oder vollständige Lähmung (Parese bzw. Plegie) eines Körperabschnittes, die Haltungs-, Gleichgewichts- und Bewegungsstörungen, unkontrolliert erniedrigte Muskelspannung (Hypotonus, schlaffe Lähmung) bzw. unkontrolliert erhöhte Muskelspannung (Hypertonus, Spastik) sowie die Störungen der Körperselbstwahrnehmung (Propriozeption).

Je nach Krankheitsverlauf sollte zweimal in der Woche eine physiotherapeutische Behandlung durchgeführt werden. 

Ziel der Therapie ist:

- Verzögerung der Kraftminderung

- Verzögerung des Geh- und Stehverlustes

- Gleichgewicht und Bewegungskoordination

 

 

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